Warum brauchen wir Stadtentwicklung ?

Stadtentwicklung von heute – Orakel der Zukunft.

Im Jahr 2050 werden sich fast zehn Milliarden
Menschen die Ressourcen der Erde teilen.

Dabei stagniert das Wachstum und
altert die Bevölkerung in den Industrienationen, während in den
Entwicklungsländern immer mehr Jugendliche nach Bildung und Arbeit verlangen.

Die Herausforderungen der
Zukunft werden sich vor allem in den Städten manifestieren. Urbane
Ballungszentren üben eine große Anziehungskraft aus: Um das Jahr 2010 lebten
erstmals in der Geschichte die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten.

Der Trend der Urbanisierung setzt sich fort – die
Städte wachsen weiter.

In den Städten von Morgen
sind die Wohn- und Arbeitswelten vernetzter als heute. Im Idealfall sind sie
ein Nebeneinander von städtischen Dorfgemeinschaften und modernem Unternehmertum.

Während in den Städten der Industrienationen das
Durchschnittsalter steigt, drängen in die Städte der Entwicklungsländer junge
Menschen.

Weltweit wird sich nach
UNO Schätzungen die Anzahl der über 60-Jährigen bis 2050 verdoppeln, die der
80-Jährigen verdreifachen. Viele dieser Alten werden in Europa leben, wo ein
Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein wird.

In den
Entwicklungsländern hingegen wird sich nach UNO Schätzungen die Einwohnerzahl
verdoppeln. Urbanisierung und Bevölkerungswachstum werden die Städte der Welt um
mehr als 2,5 Milliarden Menschen anwachsen. Dabei werden rund 90% des Wachstums in
Asien und Afrika stattfinden.

Im Zuge des demographischen
Wandels differenziert sich auch die Stadtbevölkerung immer weiter aus. Zwischen
sozialen, öffentlichen und unternehmerischen Interessen zu vermitteln, wird
eine der ganz großen Herausforderungen sein, die bewältigt werden muss.

Gut geplante Städte reduzieren die Landnutzung und
steigern die Energieeffizienz.  

Die Städte der
Entwicklungsländer sind von einer wachsenden Wirtschaft gekennzeichnet. Für sie
geht es darum, ihrer Bevölkerung Bildung, Beschäftigung und Zugang zur Familienplanung zu
sichern. Nach UNO Prognosen werden
hingegen die Industrienationen bis zum Jahr 2050 mindestens 15% ihrer
Bevölkerung einbüßen.

Die alternde und
schrumpfende Bevölkerung stellt die Industrienationen nicht weniger vor Herausforderungen.
Während die Infrastruktur der Entwicklungsländer ausgebaut werden muss, müssen
sie die Versorgungssysteme
in der Industrienationen der sinkenden Nutzung angepasst werden.
Infrastrukturen, die nicht genutzt werden, sind teuer und belasten die
Steuerzahler.

Unsere Zukunft hängt davon ab, wie wir heute die
Entwicklung unserer Städte organisieren.

Durch geschickte
Zukunftsplanung können die Herausforderungen von morgen bewältigt werden: Kluge
Investitionen, überlegtes wirtschaften, die Ausbildung produktiver
Arbeitskräfte und die Planung des Bedarfs unterschiedlicher Altersgruppen sind
dabei die elementaren Themen.

Vorausschauende
Stadtplanung bedeutet auch, sich die Sicherung globaler Stabilität zur Aufgabe
zu machen.

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