Komische Vögel – große Gründer

Unter den Gründern von erfolgreichen Unternehmen scheint es eine kuriose Übereinstimmung zu geben: Beinahe alle sind sie schräge Tüftler, die ein „bisschen einen an der Waffel“ haben.

Ob sie schon als Sonderlinge geboren wurden oder erst später so werden, ist unklar. Aber eines steht fest: Fast alle Gründer erfolgreicher Unternehmen sind vorher  individuell, speziell, eckig, kantig und unangepasst – eben – Außenseiter.

Am Anfang sind wir alle seltsam

Doch dann ist Schluss damit  – wir werden erzogen! Von unseren Eltern, von Mitmenschen und von unseren Institutionen. Man kann das mögen oder nicht .

Reibungslose Gesellschaft – Ziel der Erziehung

Gleich, welche Einstellung wir zu uns, zu unserem Leben und unseren Mitmenschen haben – In unseren Grundbedürfnissen sind wir gleich: Vereinfacht gesagt – wir alle brauchen die Organisation unseres Alltags zwischen Supermarkt und Kläranlage.

Für die Gemeinschaft

Am Anfang – als kleine Außenseiter – bringen wir sogar für kleine Ziele großes Engagement auf: Wir laufen und toben herum und probieren neugierig alles Mögliche aus, um die Welt zu verstehen.

Wir sind „intrinsisch“ (tief aus uns selbst heraus) motiviert. Das ändert sich meistens im Kindergarten. Wir werden „sozialisiert“: Also durch unsere Mitmenschen so geformt, dass wir den gesellschaftlichen Ablauf nicht stören.

Die „intrinsische“ Motivation verblasst

Die Folge der Erziehung? Der Drang, nach Herausforderungen und Neuem zu suchen, geht zurück. Eben noch von der Lust angetrieben, zu entdecken und zu lernen – passen wir uns an. Wir lernen, uns für Dinge außerhalb unserer Person zu motivieren.

Dabei sind wir „extrinsisch“ motiviert – wir lernen und arbeiten zum Beispiel für Schulnoten oder Geld. Unser natürliches Engagement nimmt mit zunehmendem Alter auf dem Weg ins Erwachsensein ab. Die Ausnahme bilden die Außenseiter.

Große Kindsköpfe mit viel Potential

Es scheint fast so zu sein, als sei es notwendig, ein „schräger Vogel“ zu sein, um ein Forschergeist oder Gründer zu werden.

Unfähig, sich immer und überall so anzupassen, wie es gesellschaftlich angemessen wäre.

Die Außenseiter und schrägen Vögel, die im besten Fall belächelt und im schlimmsten Fall verspottet werden.

Die Welt hat sich verändert  – die Epoche der Außenseiter ist eingeläutet!

Zwar konsumieren wir nach wie vor alles Erdenkliche zwischen Supermarkt und Kläranlage  – aber wir müssen uns dafür nicht länger zwingend über den Weg laufen.

Wir kaufen im Netz. Wir kommunizieren im Netz. Wir chatten im Netz und treffen uns seltener als früher. Ja, wir telefonieren kaum mehr miteinander.  Wenn wir anderen Menschen begegnen, dann immer mehr, weil wir es auch wirklich wollen.

Unser soziales Leben wird durch die Digitalisierung auf den Kopf gestellt und mit ihm auch seine alten Regeln.

Aber – anderen Regeln folgt ein anderer Typ von Mensch. Wenn dem nicht so wäre, würden wir schließlich noch immer am Feuer vor unserer Höhle sitzen. Jede Innovation verändert den Charakter und Lebensstil der Menschen.

Die neue Gemeinschaft

Internet und Smartphones haben unsere Welt komplett verändert.  Wir kennen mehr Menschen als früher – zumindest digital. Menschen von weit entfernten Orten dazu. Wir sind digital in der Welt unterwegs  – als Freunde und als Konsumenten.

Digital global & analog lokal.

Es findet weniger Kontakt „in echt“ statt.  Folglich müssen wir uns weniger anpassen, tatsächlich auf andere einstellen. Pessimisten fürchten die „Vereinsamung“ durch die Digitalisierung. Ich sage: Hoffentlich gibt es sie!

Die angepasste Gesellschaft war und ist immer nur für diejenigen gut, die nach ihren Regeln leben und daran teilnehmen. Eben Menschen, die funktionieren. Die Zahl der psychischen Erkrankungen sprechen eine deutliche Sprache.

Die Geburt einer neuen Ordnung

Eine neue soziale Ordnung wird soeben geboren: Die digitalisierte soziale Ordnung!

Neue Technologien sorgen dafür, dass wir anders leben und arbeiten. Auf die Änderungen antworten Menschen mit veränderten Lebensgewohnheiten. Sie gehen in „Resonanz“.

Sie betreiben Innenschau. Sie haben begonnen zu meditieren, Netiquette ist eines der Schlagwörter unserer Zeit.

Teilen, Wiederverwendung und gemeinsame Nutzung von Konsumgütern wird in solch einem Ausmaß betrieben, dass die großen Produzenten mit ihren Produkten mit all ihren „Sollbruchstellen“ schon lange begonnen haben, ehrfürchtig zu sein.

Die Individuen greifen nach dem Zepter der Macht

Sie haben begonnen, sich zu verbinden. Durch die Digitalisierung können globale Interessengemeinschaften gegründet werden. Die Welt ist voll von Menschen, die sich digital vernetzen und begreifen, dass „alle im gleichen Boot“ sitzen.

Wir sind im Begriff, die postkapitalistische Ära zu betreten. Paradoxerweise ausgelöst durch die größte Innovation des Kapitalismus – der Digitalisierung!

Der Gewinn der  „Vereinsamung“

Dadurch, dass Menschen sich zunehmender weniger anderen anpassen müssen, bleiben sie auch immer häufiger unangepasste Kindsköpfe – und –  behalten ihre „intrinsische“ Motivation.

Sie bleiben eher die „komischen Vögel“, die sie am Anfang waren. Sie können sich immer öfter mit den Dingen beschäftigen, die sie lernen wollen. Sie müssen weniger auf ihre Individualität verzichten, der Anpassung willen.

Ich sehe darin einen kompletten Bruch mit der alten sozialen Ordnung. Für mich ist das der Beginn eines neuen Zeitalters.

 Das „Viele-Gründer-Zeitalter „

In einer Zeit, in der wir uns immer weniger anpassen müssen, wird es immer mehr „komische Vögel“ geben.  Menschen, die ihrer „intrinsischen“ Motivation folgen – etwas verwirklichen, was sie tief aus sich heraus tun wollen. Etwas, woran sie glauben.

Die Digitalisierung trägt erste Früchte

Schon jetzt ist die Welt gespickt mit Menschen, die anders arbeiten und leben, als Generationen vorher. Mit Ihrer Arbeit bedienen sie mitunter mikroskopisch kleine und dennoch globale Absatzmärkte und realisieren gleichzeitig eine bunte Vielfalt innovativer Gründer-Ideen.

Es sind  genau jene Tüftler, die den neuen Lebensstil der „digitalen Boheme“ leben. Sie sind die Antwort auf die Digitalisierung: Die „Sinnsucher“ und „Selbstverwirklicher“.

Eine Bewegung, die sich schon längst auf den Weg zum Mainstream gemacht hat und noch viele alte Regeln mit sich hinfort reißen wird.

Ein Toast auf die, die einen „an der Waffel“ haben!

Die, mit den seltsamen Einfällen – denen sollte man besonders gut zuhören.  Es sind die, die Innovationen von morgen vorantreiben. Es sind sie, die mit ihren nachhaltigen Ideen und Erfindungen das Potential haben, die Schäden der Industrialsierung zu bremsen.

Ich sammele Visionen für eine neue Welt. Besonders die von den „schrägen Vögeln“.  Darum bin ich die Utopiensammlerin!

Erfahre hier mehr über mein Projekt „Realität, Utopie und Glosse“ und hier, wer ich bin.

 

 

3 Gedanken zu „Komische Vögel – große Gründer

  1. Flow'n grow! Sabine C. Dreßler sagt:

    Hat dies auf flowngrow #Erfolgsgefühle rebloggt und kommentierte:
    Toller Aufruf zum Querdenken, Freigeistertum und einfach Du-Sein!
    Ja, auch ich bin so eine; aktuell erstelle ich ein Konzept für eine empathische Senioren 1:1-Betreuung – weil hiesige Altenheime nix anderes als teure Verwahrungsanstalten sind. Wo viel dafür bezahlt werden muss, dass die, die sich wirklich kümmern, mit einem Hungerlohn nach Hause gehen.
    Verkehrte Welt, oder?
    Sei DU die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst. Ich treib’s voran, was ist mit Dir?

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