Abwärts und wieder zurück. Erst arm – dann reich?

Kann ein Obdachloser zum Topmanager werden? Und umgekehrt?

Unser soziales Umfeld bestimmt fast alles

Wir alle gehören einer gesellschaftlichen Schicht – einem Milieu – an. Unser Modegeschmack, welche Musik wir hören, Essgewohnheiten, politische Präferenzen, unsere Wohnungseinrichtung und sogar viele Dinge, von denen wir glauben, dass sie uns einzigartig machen, sind in Wahrheit so eine Art „Milieu-Uniform“. Wir sind viel weniger individuell, als wir meinen. Wir sehen aus und benehmen uns, wie der Rest unseres Milieus, unseres „Rudels“.

Unsere Gene haben ihren Anteil – aber wir sind alle Opfer unserer Sozialisation

Kann man da aussteigen? Einfach die Schicht wechseln?

Geht – meinen Sozialwissenschaftler. Mit einer Ausnahme – dem Topmanagement!

Das sei eine geschlossene Gesellschaft, heißt es. Man kommt nicht rein. Und –
gut für die, die drinnen sind – nicht raus. Egal, wie viel Fehler dort gemacht werden –  man verdient weiter Geld: Unverschämt viel Geld! 

Keine leistungsgerechte Bezahlung und keine Existenzängste

Kein engagierter Mitarbeiter aus der Mittelschicht wird einem im Topmanagement den Job streitig machen: So das Fazit einer soziologischen Analyse. Denn es geht nicht um Fleiß und auch nicht um Können. Es geht um Herkunft.

Skandale jüngster Zeit belegen, dass diese Annahme nicht länger unausweichlich gültig ist

Mittlerweile gibt “Gefallene” des Topmanagements. Zumindest scheint es so.

Dank Digitalisierung gelangen Skandale heute häufiger in die Öffentlichkeit

Im Zeitalter der Digitalisierung  werden geheime Absprachen immer schwieriger. Menschen können nicht gut Geheimnisse behalten. Hinzu kommt, dass sie heute  fast in Lichtgeschwindigkeit via Internet verbreitet werden. Die Welt ist transparenter geworden. Heimliche Absprachen und Seilschaften in Hinterzimmern werden immer schwieriger.

Die Zukunft wird  zeigen, ob diese  neue Transparenz  gesellschaftliche Schichten durchlässiger – ob die Utopie von einer gerechteren Verteilung des Wohlstandes Realität werden kann.

Mehr zu sozialer Mobilität und Chancengleichheit hier.

 

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