Sollen wir alles glauben, was wir denken?

Die Stimme in unserem Kopf – ist das unser wahres ich? Ist das unser Unterbewusstsein, dass zu uns spricht und unsere wahren Wünsche kennt?

Nein, das ist nicht unser Unterbewusstsein

Bereits in den 1930er-Jahren fand der russische Psychologe Lev Vygotsky heraus, dass unsere Selbstgespräche – die inneren Monologe in unserem Kopf  – von subtilen Kehlkopfbewegungen begleitet werden. Im Anschluss stellte er die Theorie auf, dass unsere innere Stimme die Internalisierung unserer Sprache sei, also die Verinnerlichung unserer Wörter und Sätze.

Erst 60 Jahre später, nämlich in den 1990ern wurde diese von Neurowissenschaftlern bestätigt. Diese fanden heraus, dass bei inneren Monologen dieselben Areale des Gehrins aktiv sind, wie beim lauten Sprechen. Dabei spricht aber nicht nur eine unserer Persönlichkeiten, sondern das ganze Team in uns.

Was bedeutet das?

Es spricht wahrscheinlich nicht Dein „wahres Ich“ zu Dir! Unsere innere Stimme ist eher so etwas wie der Radio-Moderator unseres Bewusstseins, welcher versucht, unsere Umwelt zu kommentieren und zu interpretieren.

So ein Moderator kann sich irren und manches fehlerhaftes Vorurteil einflüstern. Eine Reflexion und Prüfung lohnt sich.

Man muss nicht alles glauben, was die innere Stimme sagt!

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2 Gedanken zu „Sollen wir alles glauben, was wir denken?

  1. lyriost sagt:

    Man sollte nicht ungeprüft alles glauben, was Menschen denken oder zu denken vorgeben. Und es gibt keinen vernünftigen Grund, bei sich selbst eine Ausnahme zu machen.

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