Fischfang 4.0: Der digitale Fischer für Mensch und Meer

Die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung ist eines der brennendstem Zukunftsthemen. Das globale Bevölkerungswachstum fordert die Nahrungsmittelindustrie in nie dagewesener Weise heraus.

Während auf der einen Seite die Erträge z. B. des Ackerbaus vom Klimawandel negativ beeinflusst werden oder  die Meere überfischt sind, steigt auf der anderen Seite der Hunger der Welt mit jedem Menschen, der geboren wird.

Prognosen zu Folge muss schon bis 2030 die weltweite Lebensmittelproduktion um 50 Prozent steigen, um den Bedarf des Welthungers zu decken

Aufkommender Wohlstand als auch das globale Einkommenswachstum erhöhen die Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln weiter –  zum Beispiel nach Fisch.

Der Fisch mit seinen Eigenschaften macht ihn schon heute zum festen Bestandteil des Ernährungsplans der Menschen verschiedener Kulturen.

Intensiver Fischfang mit Konsequenzen: Überfischte Weltmeere!

Vorreiter beim Hunger nach Fisch ist Europa: Nach Angaben des WWF ist die EU internationaler Rekordhalter bei der Überfischung.

Im Europäischen Raum sind 88 Prozent der Fischbestände überfischt. Gerade in der Europäischen Union, die häufig auf politischer Ebene Nachhaltigkeit für sich beansprucht, werden Meere so stark strapaziert, wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Zur dieser traurigen Bilanz gehört ebenfalls auch die Tatsache, dass etwa 40 Prozent der Fischfänge als sogenannter nutzloser „Beifang“ in den Abfall geworfen werden. In der Nordsee werden jedes Jahr davon ungefähr eine Million Tonnen sterbend oder bereits tot zurück ins Meer geworfen.

Wer die Natur liebt, lässt sie in Ruhe

Natürlich liegt der Gedanke nahe, die Weltmeere durch vollständigen Konsumverzicht zu retten. Doch bevor dieser Tag kommen wird, wird es keine Fische mehr geben, die gerettet werden können.

Die Zeit drängt – Der Fischbestand der Welt ist in Gefahr

Die Menge des gefangenen Fisches hat sich mittels neuer Fangtechniken in den letzten Jahrzehnten vervielfacht.

Manche Fischarten stehen kurz vor ihrer Ausrottung: Allein der Bestand der Raub- und Speisefische wie Hai, Thunfisch und Schwertfisch ist bereits um 90 Prozent zurückgegangen.

Dabei sind ausgerechnet die Altfische, die für Fortpflanzung und Fortbestand nötig sind die, die fehlen

Sie zeugen keine Nachkommen mehr, weil sie auf unseren Tellern landen.

Mehr als die Hälfte der Fischbestände der Welt gelten als bis an ihre Grenze befischt. Rund 30 Prozent des weltweiten Fischbestands ist kurz vor der Ausrottung.

Können neue Technologien den Fischbestand im Meer retten?

Ja! Auf Umwegen können sie das! Innovative Wissenschaften halten auch vor der Fischzucht nicht an. Darum wird der Fischer von Morgen nicht mehr auf das Meer hinausfahren, sondern seine Fischzucht digital begleiten.

Fischschwärme in Segel-getriebenen oder motorisierten Käfigen

Revolution im der traditionellen Fischzucht und Fischerei: Hochsee-Aquakultur!

Mittels intelligenter Kameras und Algorithmen zur Objektverfolgung werden die schwimmenden Käfige, welche durch das Meer treiben, begleitet.

Vom Vorreiter der Ausrottung zum Vorreiter der Regeneration der Meere – Chancen für Europa

Da in den europäischen Fanggebieten die Situation noch dramatischer ist und im Mittelmeer 93 Prozent der Bestände als überfischt gelten, sollten meiner Ansicht nach die Techniken der digitalen Fischerei subventioniert werden mit gleichzeitiger Verpflichtung für die digitalen Fischer, jeweils einen Teil des Käfigs in die Freiheit zu entlassen.

So könnten Europäische Subventionen direkt in die Regeneration der Fischbestände fließen

Europäische Steuergelder könnten so den Prozess umkehren, statt dass bei jedem Fischfang „Beifang“ als „Müll“ im Meer entsorgt wird, würde bei jedem Fischfang mit Aussetzung fortpflanzungsfähiger Altfische der Fischbestand der Meere Erholung erfahren.

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Fischfang 4.0: Der digitale Fischer für Mensch und Meer

  1. Dieter Hannemann sagt:

    Genau wie künstlich gezüchtet Fleisch, kann man auch Fischzellen vermehren. Zur Zeit noch teuer, aber bald kann so günstiger und vor allen Tierleid frei Fleisch/Fisch erzeugt werden.

Kommentar verfassen