Unsere Meere – Niemandsland und Jedermandsland?

Besonders unsere Meere und Ozeane sind im Brennpunkt des Klimawandels. Sie sollten eigentlich ihrern Bewohnern gehören, werden aber ausgebeutet, als gehören sie niemanden.

Die Hohe See ist im territoriales Niemandsland das genutzt wird, als sei es Jedermannsland.

Verrückterweise beuten wir die Meere aus, ohne sie wirklich zu kennen. Die Forschung hat noch lange nicht alles ergründet, was es alles in den Tiefen zu entdecken gibt.

Mithilfe digitaler Technologien lernen wir nach und nach immer mehr über die Meere unseres Planeten. Was finden wir?

Oft ein Produkt von uns selbst

Besorgniserregende Entdeckungen komme im Meeresatlas zu Tage. Beispielsweise Schiffswracks, die tickende Zeitbomben sind, weil sie Tonnen von Öl oder Treibstoff an Bord haben und das Material der Behälter verfällt. Oder Tiere, die an unserem Plastikmüll zugrunde gehen. Es scheint, als würde unser Forschungsgegenstand seine letzten Atemzüge tun.

Die Wellen der Weltmeere wanken im Sterben!

Im Europäischen Raum sind 88 Prozent der Fischbestände überfischt. Gerade in der Europäischen Union, die häufig auf politischer Ebene Nachhaltigkeit für sich beansprucht, werden Meere so stark strapaziert, wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Zur dieser traurigen Bilanz gehört ebenfalls auch die Tatsache, dass etwa 40 Prozent der Fischfänge als sogenannter nutzloser „Beifang“ in den Abfall geworfen werden. In der Nordsee werden jedes Jahr davon ungefähr eine Million Tonnen sterbend oder bereits tot zurück ins Meer geworfen.

Was für Möglichkeiten haben wir noch?

Natürlich liegt der Gedanke nahe, die Weltmeere durch vollständigen Konsumverzicht zu retten. Doch bevor dieser Tag kommen wird, wird es keine Fische mehr geben, die gerettet werden können.

Mehr als die Hälfte der Fischbestände der Welt gelten als bis an ihre Grenze befischt. Rund 30 Prozent des weltweiten Fischbestands ist kurz vor der Ausrottung. Dabei sind ausgerechnet die Altfische, die für Fortpflanzung und Fortbestand nötig sind die, die fehlen.

Wir verfügen über smarte Technologien

Diese können wir nutzen, um den Fischbestand wiederherzustellen. Dazu bedarf es politischen Engagements und Petitionen für entsprechende Subventionen. Eine solche von Engagement geprägte Organisation ist die Idee der Plastik Bank.

Die „Plastic Bank“

Eine Bank, die Plastik nimmt. Das ist die Kurzfassung von David Katz’ überraschender Idee. Weggeworfenes Plastik wird von Menschen gesammelt und diese tauschen die Flaschen, Kunststoffbehälter und Tüten bei der Plastik Bank. Dafür bekommen sie beispielsweise Strom für ihr Handy, Internetnutzung oder auch Bargeld. Der Gründer David Katz möchte mit diesem Tausch den Wert des Plastiks stärker ins Bewusstsein rücken. Das abgegebene Plastik wird zerkleinert, abtransportiert und recycelt. Zum Beispiel zu Plastikfäden für 3-D-Drucker. „Filament“ heißt das so entstehende Material, aber bekannter ist es unter der Bezeichnung „Social Plastic“.

Wenn wir uns an den Meeren bedienen, als gehören sie niemanden – warum übernehmen wir nicht Verantwortung , als gehören sie jedem von uns?

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Ein Gedanke zu „Unsere Meere – Niemandsland und Jedermandsland?

  1. lyriost sagt:

    Das ist eine gute Idee. Eine noch bessere wäre es, endlich mal unsere Konsumgewohnheiten zu überprüfen und unter anderem eine heftige Plastiksteuer einzuführen, weil die meisten von uns nur über den Geldbeutel zur Vernunft gebracht werden können. Leider wird aber auch das nicht funktionieren, weil dann die Schwachköpfe gewählt werden werden, die das alles wieder rückgängig zu machen versprechen. Siehe USA.

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