Der, der nicht an Zeitreisen glaubte – Kondolenz für Stephen Hawking

Das, so sagte der heute verstorbene Physiker, würde er erst glauben, wenn er den ersten Touristen aus der Zukunft trifft

„Die Gesetze der Physik haben sich verschworen, eine Zeitreise von makroskopischen Objekten zu verhindern.“ (Stephen Hawking)

Die verrückteste Science-Fiction-Vorstellungen schlechthin

Vorausgesetzt, die Relativitätstheorie von Einstein wird nicht widerlegt  – zum Beispiel durch die Forschung von Erik Verlinde – verletzen Zeitreisen kein Gesetz der Physik oder Quantentheorie. Das zumindest sagt der Physiker Michio Kaku in „die Physik des Unmöglichen“.

Die Relativitätstheorie impliziere hingegen sogar die Möglichkeit, in der Zeit zu reisen

Wir tun es ohnehin jeden Tag, und merken es nicht: In der Zeit reisen –  im Reich unserer Kognitionen. Einsteins Theorie besagt, dass die Zeit für Passagiere langsamer vergeht, je schneller sich ein Objekt bewegt – zum Beispiel ein kosmisches Rennauto.

Mit einem Kosmos- Rennwagen wäre alles anders!

Mit so einem Fahrzeug, welches sich extrem schnell durch den Raum bewegt, könnten wir in die Zukunft reisen. Vorausgesetzt, dass das Fahrzeug uns in den Weltraum bringt und wir einen Zeitvergleich mit den Menschen machen würden, die auf der Erde geblieben sind.

Es gibt schon Menschen, die auf diese Art durch die Zeit gereist sind

In der Raumstation MIR saß der russische Astronaut Sergei Awdeyew und umkreiste die Erde an unglaublichen 748 Tagen. Damit befand er sich insgesamt 0,02 Sekunden in der Zukunft. Und unsere Welt hier unten hat sich nicht in Luft aufgelöst.

Reisen in die Vergangenheit

Kaku hält es theoretisch auch für möglich, rückwärts durch die Zeit zu reisen. Allerdings sei das kompliziert, räumt er ein. Nach Einsteins Theorie sind Raum und Zeit miteinander verwoben. Wenn es Wurmlöcher gibt, die zwei Punkte im Raum miteinander verbinden, würden auch Zeitpunkte verbunden. Allerdings bräuchte man riesige Mengen negativer Energie, um sie „aufzusperren“.

Die Folgen von Zeitreisen?

Angenommen wir reisten in der Zeit zurück und würden einen Unfall bauen, bei dem unsere Mutter ums Leben kommt. Wir würden als Folge davon gar nicht existieren. Sie könnte uns nicht gebären.

Andererseits – wenn wir nicht existierten, wie sollten wir einen Unfall bauen? Wahrscheinlich würden wir bei jeder Rückwärts-Zeitreise ein neues Paralleluniversum erschaffen.

Aber tun wir das nicht auch, wenn wir uns an etwas Vergangenes erinnern?

In einer Sache sind sich Psychologen einig. Die Erinnerung der Menschen ist selektiv. Sie verzerrt das tatsächliche Geschehen.  Wir erinnern uns an extreme Dinge und besondere Merkmale. Wir erschaffen Paralleluniversen des Erlebten mit der Macht unserer Gedanken.

An Stephen Hawking werden wir uns als einen der ganz großen Physiker unserer Zeit erinnern. Über viele Paralleluniversen hinweg. An einen Ankerpunkt der Physik im Meer der Erinnerungen. RIP!

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