Pädophilie mit Robotik heilen?

Das japanische Unternehmen Trottla produziert Kinder-Sexroboter und erfreut sich weltweiter Nachfrage

Die Sex- Puppen sollen ein Ventil für jene sein, die sich von Kindern angezogen fühlen, so Shin Takagi, der Chef der Firma Trottla in Japan.

Takagi will mit seiner Produktion Menschen helfen, ihre Begierden legal auszuleben. Damit möchte er Pädophilen – die ihre Bedürfnisse permanent unterdrücken müssen – zu mehr Lebensqualität verhelfen.

Ist es Unrecht, mit einem Roboterkind Sex zu haben?

Befürworter argumentieren, dass ein Mensch mit einem seelenlosen Roboter, der über kein Gewissen und keine Gefühle verfügt, jede – wenngleich noch so bizarre Phantasie ausleben – darf.

Sie vertreten den Standpunkt, dass Sex-Roboter Menschenleben schützen würden. Der Grund liegt auf der Hand – hier werden Maschinen statt Menschen malträtiert.

Die Roboter – Ethikerin Kathleen Richardson vertritt eine andere Meinung

Für Sie ergeben sich hier Parallelen zur Sklavenhaltung und den Thesen Aristoteles. Für sie ist einzig ausschlaggebend, wie Menschen Roboter behandeln – gleichbedeutend mit einem ethischen Status Quo. Auch Projektionen von Bedürfnissen auf Roboter sollten ihrer Ansicht moralischen und ethischen Ansprüchen unterworfen sein.

Roboterkinder als Ersatzprodukt für Süchtige

Wie Methadon für den Heroinabhängigen, so versteht der US -Robotik-Forscher Ronald C. Arkin vom Georgia Institute of Technology die Roboterkinder. Er glaubt, dass Pädophile mit Sexrobotern therapiert werden können, als Ersatzprodukt für echte Kinder.

Die umstrittene Grundannahme ist dabei, dass es eine „anthropologische Konstante“ sei (also in der Natur der Menschen liegt), mit Kindern Sex haben zu wollen.

Kinder würden geschützt werden, in dem man den Pädophilen ermöglicht, ihre sexuellen Bedürfnisse an Roboterkindern auszuleben. Die Frage, ob die Begierden dadurch möglicherweise verstärkt werden – statt gemindert, blieb bislang unbeantwortet.

Die Rechtssprechung steht vor großen Herausforderungen

Verbreitung und Besitz von „virtueller Kinderpornographie“ ist vor dem US Supreme Court unter Straffreiheit gestellt – sofern bei der Entstehung keine echten Kinder beteiligt waren. Hier bleiben viele Fragen offen – beispielsweise, wie die rechtliche Lage ist, wenn das getreue Ebenbild eines real existierenden Kindes missbraucht wird?

Kann die Auseinandersetzung mit dem Machtbegriff Antworten liefern?

Dacher Keltner hat in den vergangenen zwanzig Jahren zahlreiche Studien zum Thema Macht durchgeführt. Die Ergebnisse hat er in seinem Buch The Power Paradoxon veröffentlicht. Er hat herausgefunden, dass die Art, wie wir Macht einsetzen, unser eigenes Leben günstig oder ungünstig beeinflusst.

Bisher haben sich seine Studien auf zwischenmenschliche Interaktionen bezogen. Das Ergebnis ist, dass die negative Verwendung von Macht Impulsivität und Empathielosigkeit verstärkt.

Legt man diese Studie zugrunde, würde der Machtmissbrauch – wenngleich an einem Roboterkind – dazu führen, dass der Täter mit jedem sexuellen Vergehen an Empathie verliert. Das wäre – gesamtgesellschaftlich betrachtet – ein ausgesprochen unerwünschter Nebeneffekt.

Diese Innovation ist für mich ein Exempel für jene Produkte, die – bevor sie in Serie auf den Markt gelangen – von einer interdisziplinären Ethikkommission geprüft werden müssten.

Darüber hinaus macht sie deutlich, wie sehr der globale Handel von Waren nach einem globalen Ethikverständnis und global gültiger normativer Rechtsgrundlage verlangt.

3 Gedanken zu „Pädophilie mit Robotik heilen?

  1. linda sagt:

    Ich denke nicht das, das irgendwas bringen würde. Wer sex mit kinder will dem bringt ne puppe nur bedingt bist Garnichts! Im Gegenteil die Phantasie verfestigt sich noch mehr, und der drang es real ausleben zu wollen steigt. Also ist’s fast schon gefährlich!

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