Digital Payment: Entwicklungsland Deutschland – Gastautorenbeitrag

von Patricia Schmitz

Afrika im Kleinen: Regenwald, Gebirge, Savanne, Wüste und endlose Küsten – auf 475.442 km² Fläche bietet Kamerun Afrikareisenden maximale Vielfalt. Nur verirren sich die Wenigsten freiwillig hierher. Im Norden wütet die Boko Haram. Douala, Yaounde und der Süden sind stabil, aber ebenso arm und korrupt. Kamerun – Entwicklungsland? Nicht durchgehend.

Anders als in Deutschland ist Digital Payment per Handy längst Standard

Ebenfalls anders als in Deutschland nutzen den Standard landesweit fast alle Alters- und Einkommensschichten, inklusive Zonen in denen Analphabetismus vorherrscht. Gezahlt wird ohne Bankkonto über Telefonnummer und Transaktionscode. Die größten Telefonanbieter MTN und Orange dienen zugleich als Bank. Dienstleistungen und Produkte werden über Codeeingabe an den jeweiligen Geldempfänger bezahlt. Das Geld wechselt binnen Sekundenschnelle den Besitzer. Unter 30-Jährige zahlen kaum noch bar. Mehr noch: Auch Kreditabwicklung, Ratenzahlung und internationale Transaktionen innerhalb der CEMEC-Staaten funktionieren hierüber. Für die klassischen Bankdienstleistungen buchen Mobilfunkanbieter rund 2 Prozent des Betrages ab. Die Alternativen Bankkonto mit Freischaltung für internationale Transaktionen, Moneygramm und WesternUnion sind unzuverlässiger, zeit- und kostenintensiver. Kurz: Längst überholt.

In USA, Asien und Europa greift aktuell die Blockchain-Technologie etablierte Bankensysteme an

Bitcoin, Kryptowährungen – banking der Zukunft läuft unabhängig und digital. Teile Afrikas machen es heute schon vor.
Lies hier das Interview mit dem Politiker Joshua Oshi, einem Politiker Kameruns.

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