Ver Schmit_Eilenberger

Zwischen Präzision und Poesie: Wer ist Vera Schmit-Eilenberger?

Manche Menschen finden ihre Berufung auf Umwegen – Vera Schmit-Eilenberger gehört zu ihnen. Erst im letzten Semester ihres Medizinstudiums in Heidelberg und Lyon fiel die Entscheidung für die Augenheilkunde. Eine Wahl ohne Bedauern, wie sie heute sagt. Was folgte, war eine ärztliche Odyssee quer durch Europa: Karlsruhe, Leverkusen, Hamburg, Baden-Baden, London – bis sie schließlich in Zürich ankerte, wo sie noch heute praktiziert.

Doch das Skalpell erzählt nur die halbe Geschichte. Seit 2016 kultiviert Vera parallel eine zweite Existenz: als Schriftstellerin. Sie verfasst Texte für die Swiss Academy of Ophthalmology, arbeitet als Ghostwriterin und Medizinjournalistin, berät Unternehmen zu ophthalmologischen Fragestellungen. Und dann ist da noch ihr Debüt-Gedichtband, der kurz vor der Veröffentlichung steht: „Lehm auf dem Mars”. Ein Titel, der verrät, dass hier jemand dichtet, der das Erdenschwere mit dem Fernsten zu verschmelzen weiß – eine Ärztin, die zwischen Mikroskop und Metapher zu Hause ist.

Veras intellektuelle Neugier macht an keiner Fachgrenze halt. Medizinische und wissenschaftliche Fragestellungen jeder Couleur ziehen sie magnetisch an – eine Eigenschaft, die aus der Spezialistin eine Grenzgängerin zwischen den Disziplinen macht.

Was treibt Dich an, Vera?

„Mein unstillbarer Wissensdurst. Die Freude daran, meine Qualität als Ärztin und Autorin zu erweitern und weiterzugeben. Ich sammele Erkenntnisse wie andere Menschen Briefmarken – mit Leidenschaft und System. Dann gebe ich das Gesammelte weiter, forme aus Fachwissen lesbare Texte, aus medizinischer Präzision verständliche Geschichten.

Die Liebe zu meinen Kindern – hundertprozentig. Und Freundschaft, menschliche Verbindungen.

Jenseits von Klinik und Schreibtisch? Basketball im Ü55-Team, schräge Filme in kleinen Programmkinos. Und die einfachen Genüsse des Lebens – “Pommes mit Dosenbier.“​​​​​​​​​​​​​​​​

Kommentar verfassen