Der Sieg von Vernunft und Wissenschaft – Die Welt in hundert Jahren!

von Petr Kripeit

Anfang des 21. Jahrhundert sah es auf der Welt chaotisch aus. Manche Menschen flohen vor Krieg und Armut, die Dekadenz der reichen Länder war nur kurz geschrumpft. Wie haben wir es geschafft, heute, 2100, hierhin zu kommen, wo wir stehen?

Ein steiniger Weg

Viele falsche Entscheidungen haben uns Jahre gekostet. Probleme wie der Klimawandel plagen uns noch heute. Wir haben versagt; haben den Klimawandel nicht aufgehalten, der Meeresspiegel ist weltweit gestiegen und hat im Pazifik mehrere Inseln versenkt, viele Länder haben seither damit zu kämpfen.

Dänemark fragte in den Niederlanden um Rat; ein Land, welches seit je her mit der Lage unterhalb des Meeresspiegels zu kämpfen hat. Dadurch wurden die Niederlande zum Exporteur von Wissen für Schutzwassermaßnahmen, so konnte Dänemark den größten Teil des Landes vor den Fluten schützen.

Nicht nur das Wasser macht uns Sorgen

Die Jahre des ausbleibenden Regens, trockene Luft und Hitze haben Afrika in der Sahelzone nahezu unbewohnbar gemacht. Die Menschen flohen von dort auf der Suche nach einer besseren Heimat. Nicht überall stieß man auf Wohlwollen. Es waren herausfordernde Zeiten, die uns mahnten, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Die Politik des amerikanischen Kontinents war konservativer, Europa hingegen konnte keine Position finden. So kam es zum Aufstieg Rechtsgesinnter, aber auch die Linksradikalen versuchten die Macht zu erhalten. Statt sich um global wichtigere Themen zu kümmern, beschäftigte man sich mit Fahrverboten durch einzelne Straßen und wie man Wähler zurückgewinnen konnte. Die Menschen verloren zunehmend das Vertrauen in die Demokratie – das, was Ihnen als Macht gegeben wurde.

Einige Jahre später war es soweit

Der Klimawandel wurde gebremst. Durch staatlich verordnete Aktionen wurden weltweit ganze Wälder wieder aufgeforstet, die Natur begann sich zu erholen. Durch die Verordnung, Schüler aktiv an Bepflanzungs- und Aufforst-Projekten zu beteiligen, schuf man auch den Grundstein für eine Generation, welche die Notwendigkeit und das Problem selbst wieder sah. Statt wegen Waldrodungen in sozialen Netzwerken traurige Emojis zu posten, stieg die Motivation etwas zu tun. Man wusste, dass man sich aktiv an der Rettung der Welt beteiligen musste.

Die Wissenschaft machte uns Hoffnung

Nach Jahrzehnten wurde 2019 ein Impfstoff gegen Alzheimer gefunden, 2025 wurde er verpflichtend für alle. Es gab nur wenige Impfgegner, und da Alzheimer nicht ansteckend ist, überließ man es den Menschen letztlich selbst – Verweigerer müssten die Konsequenzen selbst tragen.

Viele Entwicklungen sind seitdem entstanden: Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz konnten Emissionen verringert und Verwaltungen optimiert werden. 2050 arbeitet kaum noch ein Mensch in einem Rathaus. Neugeborene wurden sofort registriert und alle Abläufe für den Menschen automatisiert. Bei Umzügen musste man sich nicht mehr ummelden. Durch ein zentrales Register können wir heute um die Welt reisen, unsere Identität vorzeigen, und alles wird automatisch verarbeitet. Sprachen und Bürokratie gibt es nicht mehr. Wenn man in ein anderes Land zieht, werden alle Dokumente automatisch vorbereitet und übersetzt. Viele merken gar nicht, wie sehr die KIs im Hintergrund das Leben vereinfacht haben.

Auch die Landwirtschaft hat sich weiterentwickelt

Durch die steigenden Meeresspiegel, trockenen Zonen und den steigenden Mangel an Frischwasser wusste man, dass man Lösungen finden muss, das kostbare Wasser nicht zu verlieren. So gibt es nun im ländlichen Raum solidarische Landwirtschaft auf Basis von Permakultur. In den Städten sind vertikale Farmen aus dem Boden geschossen. Das Ziel: Den Transport von Ressourcen minimieren und Produktion und Verbrauch an einen Ort zu bringen.

Nicht immer gab es dafür Verständnis. Man argumentierte, dass andere Länder mehr Ressourcen haben, warum nicht handeln. Es war ein Kampf zwischen regionaler und globaler Produktion. Gemäß dem Motto „ohne Opfer kein Sieg“ war man zu Entscheidungen gezwungen und schränkte den Handel stark ein. Es wurden Gesetze erlassen, dass Geräte reparierbar ausgeliefert werden müssen und die Produktionszyklen wurden vergrößert. Neue Geräte kamen nun nicht mehr jedes Jahr auf dem Markt, sondern nur noch alle 3 Jahre. Dadurch wurde das Problem des Elektroschrotts um 90% eingedämmt.

Der Stromverbrauch ist nicht mehr wichtig

In den 2000ern wurde beschlossen, in der Sahara die Sonnenenergie zu nutzen und fast 50 Jahre später hat man das auch umgesetzt. Jeder zahlt nun im Jahr einen festen Betrag an das Ministerium für regenerative Energien und kann somit unbegrenzt Energie beziehen. Alle Länder auf dem Eurasischen Kontinent sind angeschlossen, das Kraftwerk in der Sahara gehört der Gemeinschaft, einer Art weiterentwickelten UN, welche dadurch das Problem der sauberen Energieversorgung gelöst hat.

Nachts beziehen wir die Wärme und Energie aus Solaranlagen, welche die Sonnenstrahlen auf eine Fläche konzentrieren und so erhitzen. In der Nacht wird das hoch aufgeheizte Salz dann in Wärmetauschern verwendet, um die Wärmeenergie nutzbar zu machen. Da das jedoch nicht ausreicht, um alles abzudecken, haben wir den größten Speicher der Welt eingesetzt: den Meeresdruck. Durch den Druck in der Tiefe des Meeres können große Mengen Luft gespeichert werden, ähnlich einem Staudamm. Steht Energie zur Verfügung, werden die Unterwasser-Kugelspeicher leergepumpt. Wenn Energie gebraucht wird, wird die Luft unter dem Druck rausgelassen und über eine Turbine wird die Energie zurückgewonnen.

Nun sind wir im Jahr 2100

Ich bin bereits sehr alt für meine 106 Jahre, aber immer mehr Menschen erreichen ein Alter über 100. Ohne die medizinische Entwicklungen und Nanomaschinen, welche Krebs aus dem Körper entfernen, hätte ich wahrscheinlich nicht so lange mitgehalten.

Ich denke, dass wir es geschafft haben. Unsere Gesellschaft hat sich weiterentwickelt und wir konnten die Fehler der Generation vor uns beheben. Ich kann nur hoffen, dass diese Zeilen eines Tages ans Tageslicht gelangen und man sich daran erinnert, wie kostbar doch das Leben und die Natur ist.

Geschrieben von Petr Kirpeit, geboren 17.11.1994. Mehr über Petr findest Du hier.

Ein Gedanke zu „Der Sieg von Vernunft und Wissenschaft – Die Welt in hundert Jahren!

  1. Steffen Hannemann sagt:

    2045 die technologische Singularität, KI-Roboter verfügen über das gesamte Wissen der Menschheit und entwickeln es exorbitant weiter. Durch mehr Wissen begreifen wir, dass wir mit allen in Symbiose leben. Es kann jeden einzelnen Mensch nur wirklich gut gehen wenn es allen allen Menschen, Lebensformen und der Umwelt gut geht.
    KI-Roboter errichten für jeden die Bestmöglichen Lebensbedingungen. Für uns Menschen entstehen neue Welten im All, wo bereits 2050 mehr als die Hälfte der Menschheit lebt, da es da bessere Möglichkeiten und Bedingungen hat als auf der Erde.
    Die Erde ist nur die Wiege der Menschheit, aber wer möchte schon ewig in der Wiege leben?
    Dank der Superintelligenz überwinden wir alle Krankheiten und besonders die Erberkrankung Alterung. Wir werden transhuman zu Cyborgs und verschmelzen mit unseren KI-Robotern um über millionenfaches Wissen zu verfügen. Wir entdecken eine echte K3 Alien-Zivilisation – von deren Wissen wir unglaublich profitieren.

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